Muntlix wird 1127 das erste Mal in einer urkundlich bezeugten Schenkung des rätoromanischen Bürgers Domingus von Rankweil erwähnt. Die Familienmitglieder waren Hörige, d.h. sie gehörten rechtlich zur Grundherrschaft des adeligen Damenstiftes St. Sebastian in Schänis (westl. des Walensees).
Die Kirche St. Peter in Rankweil wird schon 842 bezeugt und Rankweil wird im Mittelalter als einer der zentralen Kirchenorte genannt, sodass davon auszugehen ist, dass Muntlix pfarrlich von Rankweil aus betreut wurde.
Um 882 wird die Kirche St. Martin in Röthis erwähnt was auf frühe Pfarre deutet.
Um 1290 mussten Muntlix und weitere elf Vorderländer Gemeinden 341 Käse an das Kloster Mehrereau liefern.
Der ersten Hinweis auf einen liturgischen Außenposten in Muntlix ist die Kapelle im nordöstlichen Teil des Dorfes. Sie wurde in der Pestzeit der 1630iger Jahre zu Ehren des Pestpatrons St. Sebastian erbaut. Kapellen war zu dieser Zeit eine "Versorgungsstation" des Glaubens, da Pfarrkirchen räumlich oft weit verstreut lagen.
1885 führt der Wunsch nach einer eigenen Kirche in Muntlix zur Gründung des Kirchbauvereins. Die Umsetzung verzögerte sich jedoch durch die beiden Weltkriege und ihre politischen und wirtschaftlichen Auswirkungen in die 1950er Jahre.
1947 wurde die Lokalkaplanei Muntlix von der Pfarre zu Unseren Lieben Frau in Rankweil abgetrennt und zum Pfarrvikariat zum hl. Sebastian erhoben. Zuvor musste sich Muntlix verpflichten, in absehbarer Zeit eine neue Kirche zu bauen.
Sieben Jahre lange spendeten eine große Zahl von Haushalten allmonatlich einen Tagesverdienst. 1957 und 1959 wurden in sämtlichen Gmeinden der Bezirke Dornbirn, Feldkirch und Bludenz Haussammlungen durchgeführt. Die Vereine unterstützten das Projekt mit Konzerten und Veranstaltungen.
1958 wurde mit dem Bau einer Pfarrkirche begonnen und am Sonntag, 3. Juni 1962 wurde sie von Bischof DDr. Bruno Wechner eingeweiht. Zum Patron wurde der hl. Fidelis von Sigmaringen bestimmt und löste damit den hl. Sebastian ab.
Nach hundertjährigem Bemühen wurde Muntlix am Sonntag, 28. April 1985 zur eigenständigen Pfarre erhoben. Bischof Wechner wandte dafür sogar eine Textstelle aus der Hl. Schrift an: "Ich kenne deine Werke und deine Mühen und deine Ausdauer." (Offb 2,2)